GitHub rollt die Copilot-Standardrichtlinie bis zum 26. Oktober aus
GitHub setzt bis 26. Oktober den Copilot-Standard für unkonfigurierte GA-Funktionen durch. Explizite Einstellungen und Previews bleiben unberührt.
GitHub rollt seit dem 22. Oktober 2026 schrittweise die Durchsetzung einer globalen Standardrichtlinie für Copilot-Funktionen aus; laufen soll der Rollout laut Changelog bis zum 26. Oktober. Je nach Enterprise und Organisation kann die Richtlinie deshalb zu unterschiedlichen Zeitpunkten greifen. Angekündigt hatte GitHub sie im September für allgemein verfügbare (englisch „generally available“, kurz GA) Copilot-Funktionen und unterstützte Client-Fähigkeiten in den Plänen Copilot Business und Copilot Enterprise.
Für Admins stellt sich damit eine konkrete Frage: Welche Einstellungen hast du bisher offen gelassen, und was passiert mit ihnen?
Was der Rollout umstellt
Geeignete Funktionen, die unkonfiguriert geblieben sind, werden laut GitHub nach der globalen Richtlinie gesetzt. Als globaler Standard stehen Enabled, Disabled oder Let organizations decide zur Auswahl. Betroffen sind geeignete Einstellungen auf den Seiten „Features & clients“ und „MCP servers in Copilot“. Deine aktuelle Einstellung findest du unter AI Controls → Copilot → Default policy for new features.
Der Schritt ist einmalig. Spätere Änderungen an der Standardrichtlinie verändern Funktionsrichtlinien, die bereits gesetzt sind, nicht mehr.
Was bleibt, wie es ist
Explizite Entscheidungen bleiben laut GitHub-Changelog erhalten. Hast du eine einzelne Funktion aktiviert oder deaktiviert, ändert der Rollout diese Einstellung nicht.
Vorschaufunktionen bleiben Opt-in. Wer sich für eine Preview entschieden hat, die später allgemein verfügbar wird, behält diese Wahl. Andernfalls greift die Standardrichtlinie, sobald die Funktion geeignet ist.
Was als Funktion zählt
In der GitHub-Dokumentation zur Standardverfügbarkeit gilt als Funktion jede Richtlinie auf der Seite „Features & clients“ eines Enterprise, außerdem die Richtlinie für Copilot Code Review auf der Seite „Agents“ und die Richtlinie „MCP servers in Copilot“ auf der Seite „MCP“. Nicht betroffen sind die restriktiven Modellrichtlinien auf GHE.com für Data-Residency- und FedRAMP-Modelle sowie die Option, lokale Sitzungen von Copilot CLI und VS Code in der Cloud zu speichern. Für Funktionen und Modelle gibt es zwei getrennte Richtlinien.
Konfigurieren lässt sich die Richtlinie auf zwei Verwaltungsebenen: im Enterprise und in dessen Organisationen. Auf Enterprise-Ebene wirkt die Richtlinie auf Funktionen mit dem Status Unconfigured, auf Organisationsebene auf Funktionen, die ein Enterprise-Owner auf Let organizations decide gestellt und ein Organisations-Owner nicht ausdrücklich konfiguriert hat.
Die drei Zustände auf Enterprise-Ebene
Auf Enterprise-Ebene nennt die Dokumentation drei mögliche Zustände:
- Enabled everywhere: Jede unkonfigurierte GA-Funktion wird für alle Copilot-Nutzer aktiviert, und Organisationen können sie nicht deaktivieren.
- Disabled everywhere: Jede unkonfigurierte GA-Funktion wird für alle Copilot-Nutzer deaktiviert, und Organisationen können sie nicht aktivieren.
- Let organizations decide: Die Entscheidung geht an die Organisationen. Eine unkonfigurierte Funktion wird auf diesen Wert gesetzt, sofern ihre Richtlinie die Option unterstützt; sonst wird sie deaktiviert.
Hat ein Organisations-Owner eine delegierte Funktion nicht selbst konfiguriert, entscheidet die Standardrichtlinie der jeweiligen Organisation über ihre Verfügbarkeit.
Wo du eingreifen kannst
Ein hypothetisches Beispiel: In deinem Enterprise steht der globale Standard auf Enabled, und die Einstellung „MCP servers in Copilot“ hat nie jemand angefasst. Ist sie geeignet, wird sie mit dem Rollout nach dem globalen Standard gesetzt. Ausdrücklich deaktiviert, fällt sie laut Dokumentation aus der automatischen Aktivierung heraus. Auf den 26. Oktober als Frist ist kein Verlass: Der Rollout läuft bereits und kann früher greifen. Einzelne Funktionen bleiben laut Changelog trotzdem jederzeit ausdrücklich einstellbar.
Willst du automatische Aktivierung ganz ausschließen, deaktivierst du laut Dokumentation die Standardrichtlinien, entweder für das gesamte Enterprise oder nur in Organisationen mit strengeren Compliance-Anforderungen. GitHub empfiehlt außerdem, neue Releases und GA-Ankündigungen zu verfolgen, damit du deine Aktivierungseinstellungen selbst wählen kannst.
Weitere Meldungen zu GitHub Copilot: GitHub misst die Nutzung des VS-Code-Agentenfensters und GitHub Copilot schlägt Property-Werte für Business- und Enterprise-Kunden vor.
Explizite Einstellungen haben Vorrang vor dem Standard
- Der Rollout setzt unkonfigurierte, geeignete GA-Funktionen nach dem gewählten globalen Standard.
- Explizite Einstellungen bleiben erhalten, Vorschaufunktionen bleiben Opt-in.
- Wer den Zustand einer Funktion nicht dem Standard überlassen will, konfiguriert sie ausdrücklich; der 26. Oktober ist dafür keine garantierte Frist.
Transparenz
agentenlog.de nutzt KI-Assistenz für Recherche, Struktur und Entwurf. Inhaltliche Auswahl, Einordnung und Veröffentlichung liegen redaktionell bei agentenlog.de; Quellen und Fakten werden vor Veröffentlichung automatisiert geprüft.
Quellen
Das könnte dich auch interessieren
Google führt A2UI Express als Zwischenformat mit kataloggebundenem Compiler ein
A2UI Express: Google lässt Agenten kompakte Syntax statt JSON schreiben, ein Katalog-Compiler erzeugt A2UI-Nachrichten. SDK-Stand und Grenzen.
OpenAI und Oracle planen Oracle AI Workspace in ChatGPT
Oracle entwickelt AI Workspace für ChatGPT und plant weitere OpenAI-Angebote. US-Kunden können OpenAI-Dienste schon über den Oracle Marketplace kaufen.
GitHub gibt Copilot Assisted Permissions für CLI, App und VS Code frei
Copilot lässt Freigaben in CLI, App und VS Code von einem Modell prüfen. Was Assisted Permissions automatisch erlaubt und wo die Grenzen liegen.